
ULN-8
Metric-Halo ULN-8
Mit dem ULN-8 stellen wir die nächste Generation von Audiointerfaces vor, die auf den Erfahrungen mit der Mobile I/O Serie aufbaut und das Design auf ein vollkommen neues Niveau hebt. Waren schon die Mobile I/O 2882 und ULN-2 Interfaces ihrer Zeit weit voraus und wurden oft kopiert und nie erreicht, kann das ULN-8 mit noch besseren Werten und Funktionen aufwarten.
Mit der angebotenen Mischung aus lupenreinen, rauscharmen Eingängen und einer nochmals weiterentwickelten Steuersoftware wird mit dem ULN-8 für viele Tontechniker ein lang gehegter Traum wahr.
Zu acht analogen ULN Mikrofonvorverstärkern gesellen sich verlustfreie Send/Return-Schleifen, gleichspannungsgekoppelte Line Ein- und Ausgänge sowie acht AES/EBU Kanäle, die beliebig mit vorhandemen Equipment vernetzt werden können. Und selbstverständlich können auch mehrere ULN-8 gleichzeitig am selben Rechner betrieben werden, um die Kanalzahl zu erhöhen.
ULN-8
Metric-Halo ULN-8
ULN-8 Ausstattungsmerkmale
• Acht analoge Eingänge und A/D Wandler, kalibriert und phasenstarr, gleichspannungsgekoppelt, Abtastraten bis 192 kHz
• Zehn D/A Kanäle, analoge Eingänge und D/A Wandler, kalibriert und phasenstarr, gleichspannungsgekoppelt, Abtastraten bis 192 kHz
• Acht Metric Halo ULN-R Mikrofonvorverstärker, digital gesteuert, mit komplett neuem Schaltungsdesign (-130dBu EIN)
• Zwei extrem hochohmige DI-Eingänge für Instrumente
• 192kHz AES Interface mit acht Ein-/Ausgängen
• Multifunktionales Bedienfeld mit Kontrollknöpfen und kalibrierten Pegelanzeigen, ermöglicht Betrieb auch ohne angeschlossnen Computer
• Alle Analogkanäle zwischen Mikrofon- und Line-Eingang umschaltbar (getrennte Eingangsschaltungen)
• Acht analoge Send/Return Schleifen vor der A/D Wandlung, ermöglicht das Einschleifen externer Geräte sowie analogen Vorverstärkerabgriff
• Metric Halos einzigartige, dynamische "Character" Klangfärbungen, für jeden Kanal frei wählbar
• Wordclock Ein- und Ausgang
• Frei konfigurierbare, digital gesteuerte, analog geregelte Monitorwege
• Präzise 15-stufige Pegelanzeige mit einstellbaren Übergangswerten
• SMPTE Ein- und Ausgang
• MIDI Ein- und Ausgang zum direkten Anschluss von Bedienoberflächen, die das Mackie Control Protocol verwenden
• Integrierter 2d Mixer mit frei konfigurierbaren DSP-Effekten
• Hohe Betriebssicherheit, ausgereifte, unter Realbedingungen getestete Firmware sowie in der fünften Generation bewährte Mac OS Treiber- und Steuersoftware.
• FireWire Interface, Treibersoftware mit kurzen Latenzzeiten (FW400 & FW800 Anschlüsse unterstützt)
• Niedriger Stromverbrauch (32 W - Batteriebetrieb möglich)
• Geringes Gewicht (4,1 kg)
• Kompakte Größe (1 HE)
• Für Montage in 19" Racks vorbereitet
Ein Beispiel zum Eingangsrouting -
Die Send/Return-Wege sind vor der AD-Wandlung geführt und können vom Mikrofon-, Line- oder DI-Eingang geroutet werden. Somit lässt sich z. B. Outboard-Equipment direkt einschleifen. Der Mikrofoneingang wird auf den "Send"-Ausgang gelegt, der über den Line-Eingang zum A/D-Wandler weitergeleitet wird. Der Eingang ist dann zusätzlich mit 30 dB regelbar und erlaubt eine optimale Anspassung des Outboard-Equipment.
Oder sie nutzen den Send-Weg für analoges, latenzfreies Monitoring, oder als 8-Kanal Splitbox, ...
Das ULN-8 Bedienfeld
Das ULN-8 stellt Ihnen ein multifunktionales Bedienfeld mit umfassenden Einstellmöglichkeiten, Status- und Pegelanzeigen zur Verfügung. Das Bedienfeld ermöglicht die Nutzung des ULN-8 ohne angeschlossenen Computer und kann außerdem in beide Richtungen mit der MIO Console kommunizieren, um alle Anzeigen jederzeit synchron zu halten.
Das Bedienfeld ist in folgende Funktionsbereiche unterteilt:
• Samplerate-Anzeige und -Kontrolle
• Clock-Anzeige und -Kontrolle
• Anzeige und Auswahl des Einstellmodus
• Anzeige und Einstellung der Ein- und Ausgangspegel
• Anzeige der Kanalart (über den Knöpfen)
• Einstellknöpfe mit Skala für jeden Kanal
• Hoch auflösende Eingangs-Pegelanzeige mit 15 Schritten
• Hoch auflösende Ausgangs-Pegelanzeige mit 15 Schritten
• Systemstatus-Anzeigen
• AES Statusanzeigen (für jedes Kabel):
- Eingangssignal
- Ausgangssignal
- Eingang verbunden
- Clock-Quelle über das AES-Kabel
• Monitorkontrolle: - Taster für Stummschaltung und Dämpfung
- Monitor Einstellknopf
• Eigenständiger Kopfhörerausgang
• DI-Eingänge (auf Kanal 1 + 2 schaltbar)
Im Folgenden wird jeder dieser Bereiche nacheinander detailliert beschrieben.
Samplerate-Anzeige und -Kontrolle
Der Samplerate-Bereich des Bedienfeldes besteht aus sechs Status-LEDs, die die gerade im Gerät verwendete nominelle Samplerate anzeigen. Zur Verfügung stehen:
44,1 kHz
48 kHz
88,2 kHz
96 kHz
176,4 kHz
192 kHz
Auf dem Bedienfeld neben der Samplerate-Anzeige befindet sich auch ein Taster, der zur Auswahl der Samplerate benutzt werden kann, wenn das Gerät mit interner Clock läuft. Jedes Mal, wenn der Taster betätigt wird, wird die nächsthöhere Samplerate aktiviert, auf 192 kHz folgt dann wieder 44,1 kHz.
Die Status-LEDs zeigen die momentan aktive nominelle Rate; wenn sie eine externe Clock-Quelle benutzen, die mit Pull-Down oder Pull-Up Raten arbeitet, wird die nächstmögliche nominelle Rate angezeigt.
Clock-Anzeige und -Kontrolle
Die Anzeige der Clock-Quelle auf dem Bedienfeld hat 4 Status-LEDs, die die momentan für das Gerät ausgewählte Synchronisationsquelle anzeigen. Folgende Clock-Quellen sind möglich:
Int – Interne Synchronisation
AES – Synchronisation mit ausgewähltem AES Kabel
256 – Synchronisation mit BNC Eingang (256-fach)
WC – Synchronisation mit BNC Eingang (1-fach)
Mit dem Taster neben der "Clock Source" Anzeige können die verfügbaren Clock-Quellen ausgewählt werden.
Anzeige und Auswahl des Einstellmodus
Die Anzeige des Einstellmodus besteht aus sechs Status-LEDs, die die aktuell ausgewählte Einstellung für die Knöpfe am Bedienfeld anzeigen, im Einzelnen:
Monitor
Preset (Voreinstellung)
Input (Eingang)
Link (Kanalkopplung)
+48 (Phantomspeisung)
U/M (Benutzermodus)
Die jeweiligen Kontrollmodi werden weiter unten detailliert erläutert. Noch ein wichtiges Detail vorweg: Es ist ebenfalls möglich, dass keine der Status-LEDs leuchtet. In diesem Fall wird der Einstellmodus von den "I/O Trim" LEDs angezeigt. Wenn eine der oben aufgelisteten LEDs leuchtet, geben die "I/O Trim" LEDs an, ob gerade Eingänge oder Ausgänge eingestellt werden.
Mit dem Taster neben der "Control Mode" Anzeige wird zwischen den Einstellmodi gewechselt.
Anzeige und Einstellung der Ein- und Ausgangspegel
Das "I/O Trim" Feld besteht aus zwei Status-LEDs:
Input (Eingang)
Output (Ausgang)
Damit wird angezeigt, welche Pegel gerade eingestellt werden.
Die Details des jeweiligen Einstellmodus wird weiter unten beschrieben. Diese beiden Einstellmodi sind aktiv, wenn keine der darüber stehenden Status-LEDs leuchtet.
Mit dem Taster neben der "I/O Trim" Anzeige wird zwischen den Einstellmodi gewechselt.
Anzeige der Kanalart
Die Anzeige der Kanalart befindet sich über den acht Einstellknöpfen für die Kanäle. Über jedem Knopf sind drei LEDs, die den Status des jeweiligen Eingangskanals anzeigen:
+48v (Phantomspeisung)
Mic (Mikrofoneingang)
Line (Line-Eingang)
Die "+48v" LED leuchtet rot, wenn der entsprechende Mikrofon-Vorverstärkerkanal mit Phantomspeisung versorgt wird.
Die "Mic" und "Line" Anzeigen werden auch gruppiert verwendet, um folgende Eingangskonfigurationen anzuzeigen:
Mic Line Modus
Ein (Grün) Aus Eingang vom Mikrofonvorverstärker
Aus Ein (Grün) Eingang vom Line-Eingang
Ein (Grün) Ein (Grün) Mikrofon Send/Return Modus
Einstellknöpfe mit Skala für jeden Kanal
Bei den acht nummerierten Knöpfen handelt es sich um Impulsgeber mit Rastung und integrierten Tastern. Um jeden Knopf ist ein Ring mit 15 zweifarbigen LEDs (rot/grün) angeordnet, sowie eine zweifarbige "Flexi-LED" unterhalb. Sowohl der LED-Ring als auch die "Flexi-LED" kann für verschiedene Anzeigezwecke verwendet werden, abhängig vom gewählten Einstellmodus.
Wenn der aktuell ausgewählte Einstellmodus auf Kanal-Parameter zugreift (z. B. Eingang, Link, +48v, Eingangs- und Ausgangspegel), ist jeder Knopf dem jeweiligen Kanal entsprechend der Nummer neben dem Knopf zugeordnet. Ist ein globaler Einstellmodus ausgewählt, z. B. Monitor, Preset und U/M (Benutzermodus), steht der Knopf für die Nummer der ausgewählten Voreinstellung (siehe weiter unten).
Die Daten, die vom LED-Ring um den Knopf herum angezeigt werden, sind abhängig vom gewählten Einstellmodus, im Einzelnen:
Hoch auflösende “Digital Dual Vernier™” Pegelanzeige
Eingangspegel
Ausgewählter Status der Voreinstellung (Monitor, Preset, U/M)
Link (Kanalkopplung)
Hoch auflösende Pegelanzeigen
Das Bedienfeld bietet 16 Pegelanzeigen mit jeweils 15 Segmenten. Jedes Segment besteht aus einer zweifarbigen LED mit programmierbarer Farbmischung. Die Anzeigen sind in zwei Blöcke zu je acht Kanälen geteilt; der linke Block wird für die analogen Eingänge, der rechte für die analogen Ausgänge benutzt. In der Voreinstellung zeigen die Segmente Signalstärken von -66, -54, -42, -36, -30, -24, -21, -18, -15, -12, -9, -6, -3, -1 und 0 dBfs an.
Da jedes Segment in der Pegelanzeige aus einer zweifarbigen LED besteht, kann die Farbmischung via Software gesteuert werden. Die Pegelanzeigen sind so voreingestellt, dass Grün bis -12 dBfs, Gelb bis -1 dBfs und Rot bei 0 dBfs angezeigt werden. Zusätzlich zu dieser Voreinstellung können bei den Pegelanzeigen vom Benutzer ein Übersteuerungswert für die Anzeige, sowie ein Zeitintervall für die Darstellung des Maximalwertes definiert werden. Die Übersteuerungswerte können separat für Eingänge und Ausgänge festgelegt werden. Wird der Übersteuerungswert für einen bestimmten Kanal überschritten, wechselt die Farbe der gesamten Pegelanzeige für diesen Kanal auf Rot und bleibt für das festgelegte Zeitintervall in dieser Farbe. Diese einzigartige Funktion alarmiert Sie unmittelbar und unmissverständlich bei jeder Pegelüberschreitung!
Als Voreinstellung für die Ausgangs-Pegelanzeigen ist ein Übersteuerungswert von 0 dBfs festgelegt, sodass die über die gesamte Pegelanzeige leuchtende Übersteuerungswarnung nicht aktiviert ist. Diese Voreinstellung wurde gewählt, weil sonst beim Abspielen der meisten aktuellen Titel, die mit hohen Pegeln gemastert wurden, die Übersteuerungswarnung fast immer auslösen würde.
Der Block für die Anzeige der Ausgangspegel bietet eine weitere Funktion. Wird ein Wert bei einem der Ein- oder Ausgänge oder ein Monitor-Pegel geändert, stellt die Ausgangs-Pegelanzeige für eine kurze Zeit den eingestellten Zahlenwert in dB dar, wobei die LEDs als Punktmatrix verwendet werden. Die Ziffern sind in zwei Reihen angeordnet; die obere Reihe zeigt die ganzzahligen Werte an, die untere Reihe das Vorzeichen und die erste Nachkommastelle. Bei positiven Gain-Werten erscheinen grüne, bei negativen Werten gelbe Zahlen.
Ist beispielsweise der Wert für den gewählten Kanal bei 10,0 dB, steht folgendes im der Anzeige:
10
0
der Wert für den gewählten Kanal bei -21,5 dB, sieht die Anzeige so aus:
21
-5
System-Statusanzeigen
Zwei LEDs zeigen den Systemstatus an, wenn das Gerät eine funktionierende FireWire Verbindung erkannt hat und wenn die interne Taktung (PLL) synchronisiert ist.
Die "FireWire" Status-LED leuchtet grün, wenn das Gerät eine gültige Folge von isochronen Zyklen über die angeschlossene FireWire Verbindung erkennt und dass eine beidseitige Kommunikation mit dem FireWire Bus stattfindet.
Die "The Sys Lock" Status-LED leuchtet grün, wenn die interne Taktung (PLL) synchronisiert ist und innerhalb des normalen Parameterbereichs arbeitet, mit anderen Worten: Das Gerät arbeitet mit einer gültigen Quelle für die Synchronisation der Samplerate.
AES Statusanzeigen
Die AES Statusanzeige besteht aus insgesamt 16 LEDs, die in vier Spalten und vier Reihen angeordnet sind. Jede Reihe steht für einen anderen AES Anschluss bzw. Kabel, wobei jeder Anschluss zwei Audiokanäle transportiert. Entsprechend sind die Spalten benannt, also 1+2, 3+4, 5+6 sowie 7+8. Die Spalten beinhalten vier verschiedene Statusinformationen:
I – Eingangspegel für den jeweiligen Anschluss
O – Ausgangspegel für den jeweiligen Anschluss
L – Eingang synchronisiert für den jeweiligen Anschluss
C – Eingang als AES Clock-Quelle ausgewählt
Die LED für den Eingangs- und Ausgangspegel zeigt den höchsten Wert am entsprechenden Kanalpaar anhand von Helligkeit und Farbe an. Diese Anzeige kann als Indikator für ein anliegendes Signal gelesen werden.
Die Status-LED für die Synchronisation des AES-Kanalpaars (L für "Locked") leuchtet, wenn ein gültiges AES Signal erkannt wird. Beachten Sie, dass die Anzeige nicht anzeigt, ob das Gerät dieselbe Samplerate verwendet wie der Eingang, sondern nur, ob das AES Signal korrekt dekodiert wird. Dieses kann dann als Clock-Quelle verwendet werden und wird korrekte Audiodaten liefert, wenn der jeweilige Eingang mit derselben Samplerate wie das Gerät selbst getaktet wird.
Die Status-LED für die AES Clock-Quelle leuchtet, wenn der entsprechende Eingang für die Synchronisation mit einer externen AES Clock ausgewählt wurde. Es wird maximal eine dieser Status-LEDs leuchten. Wenn als Clock-Quelle des Gerätes nicht AES ausgewählt wurde, leuchtet keine der "C" Status-LEDs.
Monitorkontrolle
Auf dem Bedienfeld befindet sich einige Monitorkontroll-Funktionen, mit denen sich sowohl der Pegel des Kopfhörerausgangs als auch der Pegel der Ausgänge einstellen lassen, die als Monitor definiert sind. Durch Drücken des Einstellknopfes wird zwischen Kopfhörer und Monitor umgeschaltet. Der aktuell ausgewählte Ausgang wird durch die Status-LED unter dem Monitorknopf angezeigt.
Über dem Monitor-Einstellknopf befinden sich zwei Taster, "Mute" und "Dim", die als Umschalter wirken und sich auf den gerade ausgewählten Monitorweg beziehen. Wird der "Mute" Taster betätigt, wechselt die Status-LED für den Monitorweg auf "rot" und der Ausgang wird stummgeschaltet. Wird der "Dim" Taster betätigt, wechselt die Status-LED für den Monitorweg auf "gelb" und der Ausgangspegel wird um 20 dB abgesenkt. "Mute" und "Dim" können gleichzeitig aktiviert sein, wobei "Mute" jederzeit die Stummschaltung auslöst.
Werden die "Mute" und "Dim" Taster gleichzeitig gedrückt, wird eine Not-Stummschaltung aller Ein- und Ausgänge aktiviert, um eine schnelle Reaktion bei Übersteuerungen oder Feedbacks zu ermöglichen.
Das Bedienfeld enthält einen eigenständigen Kopfhörerausgang mit eigenem DA-Wandler, Kopfhörerverstärker und analoger Lautstärkekontrolle. Die Lautstärke wird mit dem Monitor-Einstellknopf geregelt, wenn als Monitor-Einstellmodus "Cans" ausgewählt ist.
I-Eingänge am Bedienfeld
Weiterhin stellt das Bedienfeld zwei extrem hochohmige DI-Eingänge bereit, die auf Kanäle 1 und 2 aufgeschaltet werden. Der Verstärkungsfaktor der DI-Schaltung ist mit Jumpern einstellbar (Öffnen des Gerätes erforderlich). Das an den DI-Eingängen anliegende Signal wird unter den entsprechenden Kanalnummern erscheinen und mit den Signalen der Line-Eingänge an der Rückseite des Gerätes gemischt. Wird dies nicht gewünscht, sollten Sie darauf achten, dass nur einer der Eingänge verkabelt ist. Auf der anderen Seite haben sie auf diese Weise einen zusätzlichen Eingang – beachten Sie aber, dass die Summierung ohne Angleichung der Pegel erfolgt, sodass die Eingangspegel gut aufeinander abgestimmt sein sollten. Das Summensignal aus diesen beiden Kanälen wird dann an die AD-Wandlerstufe weitergereicht.
Detaillierte Beschreibung der Kontroll-Modi
Auswählen zwischen den Einstell-Modi
Jedes Mal, wenn der Taster neben der "Control Mode" Legende gedrückt wird, springt der Einstellmodus zum nächsten Punkt in der Liste. Sie können auch jeden Einstellmodus direkt aufrufen, indem Sie den "Control Mode" Taster gedrückt halten und den Einstellknopf mit der entsprechenden Ziffer drücken:
Monitor
Preset (Benutzerdefinierte Gerätekonfiguration)
Input (Eingang)
Link (Kanalkopplung)
+48 (Phantomspeisung)
U/M (Benutzermodus)
Input Trim (Eingangspegel)
Output Trim (Ausgangspegel)
Monitor
Ist der Monitor-Modus ausgewählt, dienen die acht Taster in den Einstellknöpfen für die Kanäle als Auswahlschalter für die im Monitor Controller der MIO Console definierten Monitorkonfigurationen. Hierfür muss das ULN-8 an einen Computer angeschlossen sein, auf dem die MIO Console läuft.
Im Monitor-Modus steuert der "I/O Trim" Taster außerdem, welche Monitorwege die Taster an den Kanal-Einstellknöpfen steuern; wird "Input" unter dem "I/O Trim" Taster angezeigt, steuert die Auswahl die Monitorwege unter der Eingangskonfiguration im Monitor Control Fenster der MIO Console. Wird "Output" unter dem "I/O Trim" Taster angezeigt, wird die Auswahl der Monitorausgänge gesteuert.
Der momentan ausgewählte Monitorweg (Quelle oder Ausgang) wird durch einen gelb leuchtenden LED-Ring um den Knopf angezeigt.
Die Kommunikation zwischen dem Monitor Controller in der MIO Console und dem Bedienfeld ist bidirektional, sodass Änderungen am Computer vom Bedienfeld sofort angezeigt werden und umgekehrt.
Preset
"Preset" steht für eine Auswahl an benutzerdefinierten Gerätekonfigurationen, die mithilfe der acht Kanal-Einstellknöpfe abgerufen und vom geräteinternen Flash-Speicher in die Hardware geladen werden. Wird der Preset-Modus ausgewählt, leuchten die den Nummern der Voreinstellung entsprechenden LED-Ringe hellgrün, sofern mit der Software (Menü "Werkzeuge > Sichern als Snapshot #") eine Gerätekonfiguration oder "Snapshot" gesichert wurde. Das Drücken eines grün beleuchteten Knopfes lädt die gesicherte Konfiguration und die Farbe des LED-Rings wechselt zu gelb, was den aktuell geladenen Snapshot anzeigt.
Sie können diese Funktion nutzen, um komplexe Routings und DSP-Signalwege für Ihr ULN-8 zu erstellen und diese dann unabhängig von einem angeschlossenen Computer abzurufen. Dies ermöglicht z. B. den Einsatz als unabhängigen Vorverstärker/Wandler incl. der Signalbearbeitung, die für eine bestimmte Anwendung gewünscht wird, wie etwa vorkonfigurierte Hochpassfilter oder M/S Decoder für Stereopaare.
Input
Ist mit "Input" der Eingangsmodus ausgewählt, schaltet der Taster am Einstellknopf den Eingangsmodus zwischen Line-Eingang, Mikrofoneingang und Send/Return Eingang hin und her. Wird am Einstellknopf gedreht, steuert er weiterhin den Eingangspegel, der gleichzeitig mit dem LED-Ring angezeigt wird.
Link
Ist "Link", also Kanalkopplung, ausgewählt, steuern die Taster an den Einstellknöpfen, welche Kanäle miteinander gekoppelt sind. Das System der gekoppelten Pegelsteuerung über das ULN-8 Bedienfeld ist sehr flexibel, und es können Kopplungen verschiedener Eingangskanäle sowie die Kopplung verschiedener Ausgangskanäle festgelegt werden.
Kopplungsarten: Das Grundprinzip der Kanalkopplung ist, dass ein Hauptknopf ausgewählt wird, mit dem dann andere Knöpfe verbunden werden. Wird nun mit dem Hauptknopf der Pegel verändert, wird dieselbe Pegeländerung an die mit dem Hauptknopf verbundenen Kanäle weitergegeben. Die Kopplung erfolgt dabei nur in eine Richtung: Drehen Sie an einem der gekoppelten Knöpfe, so wird die Änderung nur auf diesen Kanal angewandt, nicht auf den Hauptknopf oder auf die anderen verbundenen Knöpfe. Nun kann jeder Knopf als Hauptknopf definiert und zwei weitere Knöpfe mit ihm verbunden werden, sodass beidseitige Kopplungen ebenfalls möglich wären. Dennoch werden Sie die zuerst beschriebene einseitige Kopplungsart wahrscheinlich vorteilhafter finden, da sich damit Hauptwerte und relative Unterwerte einstellen lassen, nachdem die Kanäle gekoppelt wurden.
Wird der Kopplungs-Modus erstmals aufgerufen, sind alle Status-LEDs ("Link") aus. Zuerst wird ein Hauptknopf durch Drücken des Tasters auf dem Einstellknopf definiert. Dieser leuchtet grün auf. Darauf werden die Taster für die zu koppelnden Kanäle gedrückt, die dem Hauptknopf zugeordnet werden sollen. Diese leuchten gelb. Um einen neuen Hauptknopf auszuwählen, wird der Taster auf dem aktuellen, grün beleuchteten Hauptknopf gedrückt, worauf alle Status-LEDs erlöschen. Nun kann durch Drücken eines Tasters ein neuer Hauptknopf bestimmt werden.
Sollen ein Kanalpaar, z. B. 1 und 2, beidseitig gekoppelt werden, gehen Sie wie folgt vor:
1.) "Link" Einstellmodus auswählen
2.) Einstellknopf 1 drücken, um ihn als Hauptknopf zu definieren – grüner Ring leuchtet auf
3.) Einstellknopf 2 drücken, um ihn mit Kanal 1 zu koppeln – gelber Ring leuchtet auf
4.) Einstellknopf 1 drücken, um die Auswahl aufzuheben – kein Ring leuchtet auf
5.) Einstellknopf 2 drücken, um ihn als Hauptknopf zu definieren – grüner Ring leuchtet auf
6.) Einstellknopf 1 drücken, um ihn mit Kanal 2 zu koppeln – gelber Ring leuchtet auf
7.) Einstellknopf 2 drücken, um die Auswahl aufzuheben – kein Ring leuchtet auf
Nach Schritt Nr. 4 war Knopf 2 Knopf 1 zugeordnet, sodass eine Drehung an Knopf 1 den Pegel von Kanal 1 und 2 ändern würde, aber nicht umgekehrt. Nach Schritt Nr. 7 sind jedoch beide Knöpfe in beide Richtungen miteinander gekoppelt, sodass jede Drehung an einem der Knöpfe auf beide Kanäle wirkt.
+48 – Phantomspeisung
Ist der "Input" Einstellmodus ausgewählt, wird mit den Tastern an den Einstellknöpfen die 48 V Phantomspeisung an den jeweiligen Vorverstärkerkanälen ein- und ausgeschaltet. Es ist auch möglich, die Phantomspeisung am Vorverstärker zu aktivieren, wenn gerade der Line-Eingang ausgewählt ist. Dies ermöglicht es Ihnen, zwischen Line- und Mikrofoneingang umzuschalten, ohne dass die Phantomspeisung ein- und ausgeschaltet wird. Wird am Einstellknopf gedreht, steuert er weiterhin den Eingangspegel, der gleichzeitig mit dem LED-Ring angezeigt wird.
U/M – Benutzermodus
Ist "U/M" für "Benutzermodus" ausgewählt, kontrollieren die Einstellknöpfe bestimmte, in der MIO Console konfigurierbare Parameter. Diese Funktionalität ist derzeit noch in der Erprobung und wird in einem späteren Update der MIO Console Software zur Verfügung gestellt.
Input Trim
Ist "Input", also Eingangspegel, als Einstellmodus unter "I/O Trim" ausgewählt, beziehen sich die Änderungen an den acht Einstellknöpfen auf die Verstärkung der analogen Eingänge bzw. die Vorverstärker, wenn "Mic" als Eingangsquelle ausgewählt ist. Der aktuelle Verstärkungswert ist mittels Metric Halos "Digital Dual Vernier™" Anzeige auf den LED-Segmenten um den Einstellknopf herum dargestellt. Außerdem wird der gerade veränderte Wert numerisch auf den "Output" Pegelanzeigen auf der rechten Seite des Bedienfeldes angezeigt.
Jede Rastung eines Einstellknopfes erhöht (Uhrzeigersinn) oder rezuziert (gegen den Uhrzeigersinn) den Pegel bzw. Verstärkungsfaktor des ausgewählten Kanals um 1,0 dB. Wird der Einstellknopf dabei gedrückt gehalten, wird der Pegelwert in kleineren Schritten von 0,5 dB eingestellt.
Im Gerät werde die Pegeländerungen automatisch interpoliert – so sind auch dramatische Pegelschritte transparent und ohne Knistern möglich.
Pegeländerungen werden automatisch auf alle gekoppelten Kanalgruppen angewandt, die Sie konfiguriert haben, sodass auf bis zu acht Kanälen gleichzeitig der Pegel eingestellt werden kann.
Digital Dual Vernier™ Anzeige
Alle Einstellknöpfe machen von einem Prinzip namens "Digital Dual Vernier" Gebrauch [Vernier = Nonius, wie an einer Schieblehre, d. Übers.]. Dies ermöglicht das präzise Einstellen eines Parameters über einen großen Bereich. Jeder Knopf hat 15 zweifarbige LEDs. Das "Digital Dual Vernier" Prinzip nutzt zwei verschiedene LED-Farben, um sowohl die Grob- als auch die Feineinstellung eines Parameters zur selben Zeit darzustellen.
Die Grobeinstellung wird mithilfe der grünen Segmente angezeigt. Wird die Grobeinstellung erhöht, leuchten die Segmente im Uhrzeigersinn nacheinander auf, beginnend von der linken Seite des Rings. Jedes grüne Segment steht für eine Pegeldifferenz von 7,5 dB.
Ein einzelnes Segment wird rot beleuchtet, um die positive Differenz von der aktuellen (grünen) Grobeinstellung anzuzeigen. Jedes rote Segment steht für eine Differenz von 0,5 dB. Leuchtet kein Segment rot, gibt es momentan keine Differenz (= 0 dB) vom grün dargestellten Wert.
Pegelanzeigen direkt an den Einstellknöpfen
Im "Input" Einstellmodus bieten die Einstellknöpfe eine zusätzliche Funktion, die Pegelanzeige am Eingangskanal. Ist dieser Modus ausgewählt, wird auf dem Ring um den Knopf herum statt des eingestellten Eingangspegels die Pegelanzeige für den jeweiligen Kanal angezeigt.
Die benutzerdefinierten Farben für die Übergangswerte werden von den LED-Segmenten verwendet, und wenn der Eingangskanal übersteuert wird, werden für den LED-Ring dieselben Einstellungen wie für die Übersteuerungs- und Haltewerte bei den Pegelanzeigen verwendet.
Dieser Anzeigemodus, zusammen mit der präzisen Darstellung der numerischen Werte, ist ideal für Aufnahmesessions, da sich die Pegelanzeigen direkt am Regler befinden und dadurch der direkte Zugriff auf einen zu hoch ausgesteuerten Kanal erleichtert wird, direkt dort, wo der Pegel angezeigt wird und ohne dass Sie sich vorher durch eine Menüstruktur hangeln oder sich sonstiger mentaler Gymnastik befleißigen müssen.
Um zwischen der Aussteuerungsanzeige und der "Dual Vernier" Anzeige hin und herzuschalten, halten Sie Knopf 1 gedrückt und drücken Sie gleichzeitig Knopf 8. (Hierbei darf keine andere Status-LED unter der "Control Mode" Legende leuchten.)
Output Trim
Wenn die "Output" die einzige leuchtende Status-LED in der "Control Mode" Spalte ist, beziehen sich die Änderungen an den acht Einstellknöpfen auf den Pegel der analogen Ausgänge. Der aktuelle Pegel des jeweiligen Kanals wird über die "Dual Vernier" Anzeige im LED-Ring um den Einstellknopf dargestellt. Außerdem wird der gerade veränderte Wert numerisch auf den Pegelanzeigen auf der rechten Seite des Bedienfeldes angezeigt.
Jede Rastung eines Einstellknopfes erhöht (rechts herum) oder rezuziert (links herum) den Pegel bzw. Verstärkungsfaktor des ausgewählten Kanals um 1,0 dB. Wird der Einstellknopf dabei gedrückt gehalten, wird der Pegelwert in kleineren Schritten von 0,5 dB eingestellt.
Im Gerät werden die Pegeländerungen automatisch interpoliert – so sind auch dramatische Pegelschritte transparent und ohne Knistern möglich.
Pegeländerungen werden automatisch auf alle gekoppelten Kanalgruppen angewandt, die Sie konfiguriert haben, sodass auf bis zu acht Kanälen gleichzeitig der Pegel eingestellt werden kann.
Einstellung der Beleuchtung
Sowohl im Kontrollmodus als auch im I/O Trim Modus kann die Helligkeit des Bedienfeldes eingestellt werden, indem der "I/O Trim" Taster gedrückt und gleichzeitig der Einstellknopf für Kanal 8 gedreht wird.
Erleichterung für Ihr Rack
Schwer geplagte Racks, die eine gezielte Ansammlung von Staubfängern beherbergen, können aufatmen...
"Something is funny to me about this every time I go in and see it now. At one time this was full of mic pres/comps/converters/etc. and on top were 2-8 space (stay in the studio) cases packed with crap. No matter what studio, I always took this rack so I always was "safe"."
(Jack Hale, Halehouseproduction)
ULN-8
Metric-Halo ULN-8
| Metric Halo ULN-8 | Höhe: 4.2 cm Tiefe: 33 cm Länge: 43 cm Gewicht: 4.1kg , 37 W , Material: Aluminium | 1-2 Wochen | 5699.00 € |






